Pfarrkirche Châtel-Saint-Denis
Die imposante Kirche thront über dem historischen Zentrum von Châtel-Saint-Denis. Sie wurde zwischen 1872 und 1876 nach den Plänen des Architekten Adolphe Fraisse erbaut und ist eines der bedeutendsten Werke der neugotischen Architektur in der Westschweiz. Besonders beeindruckend ist ihr 65 Meter hoher Turm, der weithin sichtbar ist. Dieser wurde ursprünglich aus durchbrochenem Tuffstein erbaut und Mitte des 20. Jahrhunderts zur Stabilisierung vollständig mit rund 50 Tonnen Beton ausgegossen. Das Ziel der Arbeiten bestand darin, den Frontispizen und dem Glockenturm des Gebäudes wieder ihren ursprünglichen neugotischen Glanz zu verleihen.
PROJEKT
Restaurierung Pfarrkirche Châtel-Saint-Denis
BAUHERR
Pfarrei Châtel-St-Denis, 1618 Châtel-St-Denis
MALER
Thuillard Fils Sàrl, 1616 Attalens
Michel Haselwander, 1800 Vevey
PRODUKT
Illusionistische Malerei
Eine Rückkehr zu einem durchbrochenen Turm aus Tuffstein war wegen der bautechnischen Schwierigkeiten nicht denkbar. Darum entschied sich der Architekt für eine Trompe-l’oeil-Lösung, die sich exakt an der historischen Tuffsteinspitze orientiert. Ein Trompe-l’oeil ist eine illusionistische Malerei, die mittels perspektivischer Darstellung Dreidimensionalität vortäuscht – mit bemerkenswertem Ergebnis.
VORAUSSETZUNG
Um eine Alterungsbeständigkeit von rund 50 Jahren zu erreichen, wurde eine Beschichtung für voll exponierte Untergründe gesucht. Die Wahl fiel auf Pursilikat – ein reines Silikat, dessen mineralische Verkieselung und organikfreie Zusammensetzung maximale Dauerhaftigkeit gewährleisten.
«Die Art der Arbeiten waren so einzigartig, dass ich fast traurig bin, dass die Arbeiten bereits abgeschlossen sind!»